Warum verzögert sich die geplante Freiflächen-Photovoltaikanlage in Rothenbach auf der Mülldeponie?
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vom 20. März 2026
Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Kreis Heinsberg haben eine Anfrage an den Ausschuss für Umwelt, Klima, Verkehr und Strukturwandel gerichtet, um den Status der geplanten Photovoltaikanlage auf der ehemaligen Mülldeponie Rothenbach zu klären. Die Anlage, die bereits 2019 geplant wurde, soll die größte Freiflächen-PV-Anlage Nordrhein-Westfalens werden und damit einen wichtigen Beitrag zur Wasserstoffwirtschaft und insbesondere zum Modellprojekts H2HS im Kreis leisten.
Im Dezember 2022 hatte der Landrat angekündigt, dass auf der Deponie in Rothenbach eine Photovoltaik-Freiflächenanlage mit einer Leistung von 15 bis 16 Megawatt entstehen solle. Im Umweltausschuss am 15.11.2022 wurden erstmals Details über das geplante Großprojekt mitgeteilt. Seitdem gab es jedoch nur auf Nachfrage der Fraktionen zögerlich Informationen über den aktuellen Sachstand.
Die GRÜNEN fragen nun nach den Gründen für die Verzögerung und wann mit einem Baubeginn zu rechnen ist.
„Darüber hinaus möchten wir erfahren, wie die geplante Projektgesellschaft konkret strukturiert werden soll und ob eine Bürgerbeteiligung etwa in Form einer Bürgerenergiegesellschaft – vorgesehen ist, damit auch die Menschen im Kreis Heinsberg finanziell von diesem Projekt profitieren können“, erklärt die Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN Dr. Sabrina Grübener.
Dr. Ruth Seidl, stv. Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag Heinsberg, betont: „jede investierte Kilowattstunde aus regionalen erneuerbaren Quellen schützt unser Klima, macht uns unabhängig von Gas- und Ölimporten aus Krisenregionen und damit widerstandsfähiger gegen politische und wirtschaftliche Erschütterungen.
Die geplante PV-Anlage in Rothenbach ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung.
Mit Blick auf die Realisierung ähnlicher Projekte, wie den Solarpark Hermeshöfchen in Erkelenz und die geplante Freifläche in Hückelhoven fragen wir uns, warum der Kreis Heinsberg bei der Umsetzung der Photovoltaikanlage in Rothenbach nicht vorankommt.“
Für die GRÜNE Fraktion ist klar, dass Freiflächen-Photovoltaikanlagen eine wichtige Rolle für das Gelingen der Energiewende spielen, da sie große Mengen klimafreundlichen Stroms erzeugen können. Gleichzeitig könne eine Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger dazu beitragen, die Akzeptanz solcher Projekte vor Ort zu stärken.
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