Babybesuchsantrag – kreisweites Baby-Besuchsprogramm mit Unterstützung der Selbstständigen Hebammen soll geprüft werden
Aus den Kategorien Gesundheit, Soziales, Frauen, Kinder, Jugendliche & Schule, Pressemitteilung
vom 15. Juni 2026
Prävention von Anfang an: GRÜNE fordern kreisweites Baby-Besuchsprogramm
Die GRÜNE Kreistagsfraktion Heinsberg setzt sich für eine stärkere Unterstützung
junger Familien und den weiteren Ausbau der „Frühen Hilfen“ ein.
Mit einem Antrag im Jugendhilfeausschuss fordert die Fraktion die Kreisverwaltung auf,
die Einführung eines kreisweiten Baby-Besuchsprogramms umfassend zu prüfen.
Ziel ist es, Familien bereits in den ersten Lebensmonaten ihres Kindes niedrigschwellig
zu erreichen, über Unterstützungsangebote zu informieren und frühzeitig Hilfen
anzubieten.
Dazu soll die Verwaltung die fachlichen, organisatorischen und finanziellen
Voraussetzungen eines Programms untersuchen, das allen Familien mit Neugeborenen
mindestens einen Hausbesuch durch qualifizierte Fachkräfte innerhalb der ersten drei
Lebensmonate ermöglicht.
Darüber hinaus soll geprüft werden, welche Erfahrungen andere Jugendämter mit
vergleichbaren Programmen gemacht haben und wie eine Umsetzung gemeinsam mit
den kreisangehörigen Kommunen gestaltet werden kann.
Vor dem Hintergrund der angekündigten Schließung der Geburtsstation am
Krankenhaus Heinsberg sehen die GRÜNEN zusätzlichen Handlungsbedarf.
Künftig wird es im Kreis Heinsberg nur noch einen Geburtsstandort in Erkelenz geben.
Die Fraktion bedauert diese Entwicklung und sieht darin einen weiteren Grund, Familien
nach der Geburt verlässlich zu begleiten und ihnen den Zugang zu
Unterstützungsangeboten zu erleichtern. Hier könnten auch die selbstständigen
Hebammen mit involviert werden, was für Kreis und Hebammenpraxis eine winwin
Situation wäre.
„Familienzuwachs ist immer mit großen Herausforderungen verbunden. Gerade in solch
einer Phase sind Informationen über Unterstützungsmöglichkeiten viel wert.
Ein Baby-Besuchsprogramm unterstützt und hilft, Bedarfssituationen frühzeitig zu
erkennen“, erklärt Niklas Königs, Mitglied der GRÜNEN Fraktion im
Jugendhilfeausschuss.
Die GRÜNEN verweisen dabei auf bestehende positive Erfahrungen in der Stadt
Heinsberg, wo ein entsprechendes Angebot bereits erfolgreich umgesetzt wird. Dieses
Modell könne als Grundlage für eine kreisweite Lösung dienen.
„Wer Familien von Anfang an begleitet, stärkt Kinder, Eltern und den gesellschaftlichen
Zusammenhalt. Die Schließung der Geburtsstation in Heinsberg bedauern wir sehr.
Wenn sich politische Möglichkeiten für ihren Erhalt ergeben, werden wir uns dafür
einsetzen. Gleichzeitig müssen wir Familien im gesamten Kreis von Beginn an
verlässlich unterstützen“, betont Dr. Sabrina Grübener, Fraktionsvorsitzende der
GRÜNEN Kreistagsfraktion.
Mit ihrem Antrag wollen die GRÜNEN die Präventionsarbeit im Kreis Heinsberg stärken
und dazu beitragen, dass alle Familien unabhängig von Wohnort und sozialer Situation
frühzeitig Zugang zu Informationen, Beratung und Unterstützung erhalten.
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