Antrag: Nutzung des Förderprogramms " Kinderstark NRW " für Baby-Willkommensbesuche
Die GRÜNE Fraktion beantragt die Umsetzung folgenden Beschlussvorschlages:
Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept für die Einführung eines Baby-Besuchsprogramms zu erarbeiten, wobei der Fokus auf der Finanzierung und strukturellen Umsetzung über das Landesprogramm „kinderstark – NRW schafft Chancen“ liegt. Dabei sollen insbesondere folgende Punkte umgesetzt werden:
Start eines Pilotprojekts: In einer ausgewählten Kommune wird ein Modellprojekt gestartet. Dieses soll als erste Glied einer „Kommunalen Präventionskette“ fungieren, um durch aufsuchende Arbeit den Zugang zu Unterstützungsstrukturen zu erleichtern und Chancengleichheit von Beginn an zu fördern
Nutzung spezifischer Förderinstrumente: Die Verwaltung prüft die Implementierung von Instrumenten, die im Rahmen von „kinderstark“ vorgesehen sind, insbesondere die Einführung von Kinderwillkommensbesuchen als niedrigschwelligen Erstkontakt.
Kommunikationsstrategie: Erarbeitung eines Konzepts, das den Besuch als herzliches Willkommensangebot und Teil eines staatlichen Chancen-Netzwerks positioniert, statt als behördliche Kontrolle.
Begründung:
Die Verwaltung hat in der Vorlage 0127/2026 bereits bestätigt, dass Baby-Begrüßungsbesuche fachlich sinnvoll sind und eine hohe Akzeptanz von rund 70 % bei Familien finden. Die bisherigen Bedenken hinsichtlich der Kosten und der kommunalen Akzeptanz lassen sich durch die strategische Nutzung des Landesprogramms „kinderstark – NRW schafft Chancen“ entkräften.
Link: Landesprogramm kinderstark – NRW schafft Chancen | Chancen NRW
Das Programm zielt explizit darauf ab, Kommunen beim Aufbau von Netzwerken zu unterstützen, die negative Begleiterscheinungen von Armut abmildern und allen Kindern gleiche Startchancen ermöglichen. Indem wir das Projekt als Teil einer Präventionskette definieren, erfüllen wir die Förderkriterien des Landes und schaffen eine Struktur, die über die reine Kostenbetrachtung hinausgeht.
Ein Pilotprojekt mit zunächst einer Kommune ermöglicht es uns, die positiven Effekte des Hemmschwellenabbaus in der Praxis zu überprüfen und bringt uns dem Ziel näher, ein nachhaltiges, familienfreundliches Versorgungsnetz für alle Kommunen im Kreis aufzubauen.
Den Originalantrag findet man hier:
Historie
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23.10.2026 Antrag gestellt